Getreidestärke: In Maßen kein Problem
„Heu, Hafer und Wasser“ – dies war ein gängiges Fütterungsschema in der Zeit, als Pferde noch das wichtigste Transportmittel und „Hafermotor“ für vielerlei Geräte waren.
Hafer war für die meisten Gebrauchspferde eine unentbehrliche Kalorienquelle und bereitete bei sachkundiger Verwendung nicht allzu viele Probleme. Die Futterenergie von Hafer und anderen Getreiden ist in der Stärke konzentriert. Dieses schnell verwertbare Kohlenhydrat wird im Dünndarm enzymatisch verdaut und als Glucose ins Blut überführt.
In letzter Zeit wird Getreide jedoch gerade wegen seines hohen Stärkegehalts von vielen in Frage gestellt. Im Internet findet man gelegentlich Eiferer, die solche „nicht strukturierten Kohlenhydrate“ für Pferde pauschal verdammen. Hintergrund für diese Getreidephobie ist die Annahme, dass Stärke und Zucker auch bei gesunden Pferden zu metabolischen Störungen oder Krankheiten führen können. Immer mehr Futterhersteller bieten deshalb stärke- und zuckerreduzierte Mischfutter an – eine Auslobung, die nicht immer den Tatsachen entspricht. Ein solches „low carb“-Futter sollte weniger als 15% Stärke plus Zucker enthalten.
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